Ein Katalogbild hilft bei der Vorauswahl, aber es bestätigt weder die Standfestigkeit eines aufgebauten Kratzbaums noch die Vollständigkeit des Schraubensatzes. Für den Fachhandel ist deshalb ein dokumentierter Musteraufbau sinnvoll: Einkauf, Produktmanagement und Kundenservice können später dieselbe freigegebene Ausführung vergleichen. Dieser Leitfaden beschreibt, was sich am Muster prüfen und festhalten lässt. Er ersetzt keine vereinbarte technische Prüfung.

Mit einer überprüfbaren Modellreferenz beginnen

Als Beispiel dient der Kratzbaum CT-0708-008 im Produktkatalog. Der Lieferantendatensatz nennt 130 cm Höhe, eine Grundfläche von 60 × 40 cm, 18 mm Plattenstärke, 10 cm Pfostendurchmesser, ein Kartonmaß von 62 × 42 × 35 cm und 19 kg Bruttogewicht. Diese Werte sind eine Grundlage für Anfrage und Musterprüfung; sie sollten am tatsächlich gelieferten Muster und an der freigegebenen Packliste bestätigt werden. Insbesondere ist aus einem Pfostendurchmesser keine Tragfähigkeit ableitbar.

Vor dem Aufbau: Lieferung und Teileliste abgleichen

Fotografieren Sie den ungeöffneten Karton und notieren Sie Modellcode, Musterstand und Datum. Prüfen Sie nach dem Öffnen, ob Platten, Pfosten, textile Teile, Beschläge und Werkzeuge einzeln identifizierbar sind. Eine Teileliste muss gleiche Teile mit gleicher Bezeichnung führen; ähnlich aussehende, aber unterschiedlich lange Pfosten brauchen unterscheidbare Nummern. Schäden an Kanten, Gewinden oder Oberflächen gehören ins Protokoll, bevor sie beim Aufbau verdeckt werden.

  • Stimmen Stückzahl und Länge der Pfosten mit Zeichnung und Anleitung überein?
  • Ist der Beschlagbeutel vollständig und sind Schrauben nach Typ getrennt?
  • Haben Liegefläche, Höhle und Sisalbereiche die vereinbarte Ausführung?
  • Sind Kartoninhalt, Nettogewicht und Bruttogewicht dokumentiert?

Stabilität am vollständig montierten Muster beurteilen

Bauen Sie das Muster mit der vorgesehenen Kundenanleitung auf einem ebenen Untergrund auf. Notieren Sie jeden Schritt, bei dem Richtung, Reihenfolge oder Werkzeug unklar ist. Nach dem Aufbau sind die Position der Grundplatte, plan anliegende Verbindungen, seitliches Spiel und sichtbares Verdrehen der Ebenen zu prüfen. Kontrollieren Sie auch, ob Schrauben nach dem Aufbau erreichbar bleiben und ob sich Komponenten ohne Beschädigung austauschen lassen. Für eine Belastungs- oder Kippsicherheitszusage braucht es zuvor festgelegte Prüfmethoden und Akzeptanzgrenzen; eine Handprobe allein reicht dafür nicht.

Verschleißteile für den Kundendienst erfassen

Sisal, textile Liegeflächen und einzelne Beschläge können für Händler besonders relevant sein, weil spätere Reklamationen oft nur ein Bauteil betreffen. Erfassen Sie für jedes austauschbare Teil die Artikelnummer, Maße, Farbe, Befestigung und die Frage, ob es einzeln bestellt werden kann. Ein Foto des vollständigen Aufbaus und Detailfotos der Verbindungspunkte helfen dem Kundenservice, eine Ersatzteilanfrage eindeutig zuzuordnen. Eine zugesagte Verfügbarkeit sollte erst kommuniziert werden, wenn sie mit dem Lieferanten abgestimmt wurde.

Den gepackten Zustand gesondert freigeben

Ein gut aufgebautes Muster ist noch kein freigegebenes Versandprodukt. Vergleichen Sie den ausgepackten Artikel mit dem erneut gepackten Muster: Welche Platte liegt unten, wie sind Kanten geschützt, wo liegt der Schraubenbeutel, und können schwere Teile im Karton wandern? Erfassen Sie Außenmaße und tatsächliches Bruttogewicht. Für Paketversand und Lagerung gelten die Bedingungen des jeweiligen Dienstleisters und Vertriebskanals; aus dem Katalogkartonmaß lässt sich keine allgemeine Versandfreigabe ableiten.

Ein Freigabeblatt für die Nachbestellung anlegen

Das Freigabeblatt sollte Modellcode, Revisionsstand, Maße, Material- und Farbreferenz, Teileliste, Anleitung, Fotos, Verpackungsaufbau und offene Abweichungen enthalten. Trennen Sie „am Muster gesehen“, „vom Lieferanten angegeben“ und „noch zu prüfen“. So lässt sich bei der Serienbestellung kontrollieren, ob das angebotene Produkt der tatsächlich geprüften Version entspricht. Für eine Anfrage nennen Sie zusätzlich Stückzahl je Modell, Zielmarkt, Vertriebskanal und gewünschten Lieferort.